Schriftstellerin Sabine Gruber erzählt ihre Geschichte
Bewegende Einblicke bei der Vollversammlung des Südtiroler Nierenkrankenvereins Nierene
Rund 300 Menschen in Südtirol sind auf die Dialyse angewiesen, etwa 60 warten auf eine Spenderniere. Chronisch Nierenkranke fordern mehr Gehör, bessere Aufklärung sowie eine stärkere Unterstützung im Alltag, da die Erkrankung das Leben der Betroffenen massiv einschränkt, so Gustav Kofler, der Präsident von Nierene. Die Wartezeit auf ein Organ im Südtiroler Sanitätsbetrieb beträgt aktuell zweieinhalb bis drei Jahre.
Im Bild von links nach rechts: Ulrich Seitz, Gabriele Morandell, Gustav Kofler (Vorstand Nierene), Schriftstellerin Sabine Gruber, Regina Lechner, Christian Battisti und Jessica Schrei (alle von Nierene)
Im Rahmen der Vollversammlung von Nierene Südtirol gewährte die international gefeierte Südtiroler Ausnahme-Schriftstellerin Sabine Gruber eindrucksvolle und sehr persönliche Einblicke in ihr Leben mit einer schweren Nierenerkrankung.
Gruber, in Meran geboren und heute in Wien lebend, zählt zu den renommiertesten Autorinnen Südtirols und wurde für ihr literarisches Schaffen mehrfach ausgezeichnet.
Die Diagnose ihrer Erkrankung traf sie völlig unerwartet, damals noch als Studentin in Innsbruck. Ein Einschnitt, der ihr Leben von Grund auf veränderte. Sie schilderte, wie sie in dieser Zeit in ein tiefes Loch fiel und insbesondere die späteren Jahre der Dialyse für sie eine enorme körperliche und seelische Belastung darstellten.
Umso prägender war schließlich die lebensrettende Transplantation: Seit mittlerweile 32 Jahren lebt Sabine Gruber mit einer Spenderniere ihrer Mutter, ein eindrucksvolles Beispiel für die Chancen, die Organspende schenken kann.
Mit großer Offenheit und eindringlichen Worten gelang es ihr, die Anwesenden tief zu berühren und zugleich Mut zu machen. Ihre Geschichte steht stellvertretend für viele Betroffene und macht deutlich, wie entscheidend Organspende Leben verändern und retten kann.
Gerade vor diesem Hintergrund unterstreicht Nierene Südtirol die enorme gesellschaftliche Bedeutung der Organspende. Viele Patientinnen und Patienten warten oft jahrelang auf ein lebensrettendes Organ. Jede einzelne Entscheidung zur Organspende kann Hoffnung schenken und Leben verlängern.
Nierene Südtirol ruft daher dazu auf, sich bewusst mit dem Thema auseinanderzusetzen, eine persönliche Entscheidung zu treffen und diese auch im eigenen Umfeld zu kommunizieren. Organspende ist ein Akt der Solidarität und Menschlichkeit und kann im entscheidenden Moment zum größten Geschenk werden.
Die Vollversammlung wurde so nicht nur zu einem Moment des Austauschs, sondern auch zu einem eindringlichen Appell für mehr Bewusstsein, Verantwortung und Mitmenschlichkeit.
Der Südtiroler Nierenkrankenverein (Nierene) setzt sich aktiv für die Betroffenen ein. Er bietet psychosoziale Unterstützung, Beratung und hilft in Härtefällen.
Am 10.06.2026 findet der nächste Infoabend rund um die Bedeutung der Organspende und Gewebeentnahme mit hochkarätigen Referenten sowie beeindruckenden Testimonials in Seis an 19.30 Uhr statt.
Aufnahmen rund um das Länderübergreifende Meeting rund um Nierenerkrankungen und Transplantationen
Umfassende Versorgung nierenkranker Personen wichtiger denn je
Die Diagnose einer Nierenerkrankung stellt eine große Herausforderung dar, sowohl für die Patienten als auch für ihr Umfeld. In Südtirol gibt es derzeit rund 300 Dialysepatienten und rund 60 Personen davon stehen auf der Lise für eine lebensrettende Nierentransplantation.
Weltnierentag: Verein macht auf Wichtigkeit von Organspende aufmerksam
Südtirol News vom 14.03.2026
Bozen – Anlässlich des Weltnierentages hat der Südtiroler Nierenkrankenverein Nierene auch heuer wieder mit einem Infostand im Krankenhaus von Bozen, auf die Wichtigkeit der Organspende aufmerksam gemacht.
Green Ribbon Day 2025: Organspende kann Leben retten
Symbolträchtige Beleuchtung am 8. Juni Südtirol News vom 7.6.2025
Bozen – Zum „Green Ribbon Day“, dem Tag der Organspende, wird das Landhaus 1 – Palais Widmann in Bozen grün beleuchtet. „Mit der Aktion will und soll Solidarität gezeigt beziehungsweise aufgeklärt werden“, so Gustav Kofler, Präsident des Nierenkrankenvereins Südtirol. Betroffenen vor und nach einer Organtransplantation und/oder Gewebeentnahmen stehen in Südtirol mehrere Patientenorganisationen zur Verfügung.
Die neuen Formulare zu den Themen Rückvergütung für Therapien, medizinische Hilfsmittel, Fahrtkosten, Spesen für fachärztliche Visiten, Medikamente, Sehhilfen … sind online:
Kein einfaches Leben mit chronischer Nierenerkrankung
Eine chronische Nierenkrankheit fällt oft erst auf, wenn es durch Folgeerkrankungen zu Beschwerden kommt oder die Nieren versagen. Der Körper scheidet dann zu wenig Wasser aus und Abfallstoffe aus dem Stoffwechsel sammeln sich langsam an. Die jährliche Mitgliederversammlung des Südtiroler Nierenkrankenvereins „Nierene“ hat im Beisein zahlreicher Mitglieder aus ganz Südtirol im Hotel Magdalenerhof in Bozen stattgefunden.